9 skurrile Orte für Hochzeiten

Es soll der schöns­te Tag im Le­ben wer­den. Zum Hei­ra­ten su­chen vie­le Paa­re da­her ei­nen ganz be­son­de­ren Ort aus. Wir ha­ben nach un­ge­wöhn­li­chen Or­ten ge­sucht, um sich das Ja-Wort zu ge­ben. Dar­un­ter auch ei­ni­ge in der Nähe um Frei­burg.

1. An der Renn­pis­te auf dem Nür­burg­ring
Mit Voll­gas kön­nen Hoch­zeits­paa­re am Nür­burg­ring in die Ehe flit­zen. Hier­für wur­de ne­ben der Start- und Ziel­ge­ra­den der Renn­stre­cke ein lärm­ge­schütz­tes Trau­zim­mer ein­ge­rich­tet. 2x jähr­lich sind hier Ver­mäh­lun­gen mit Blick auf die Asphalt­schlei­fe mög­lich: am 12. Juli und 11. Ok­to­ber.

2. Un­ter Tage
Auch im Erd­in­nern im Ruhr­ge­biet kann man hei­ra­ten. Etwa bei der Ze­che Zoll­ver­ein: Ros­ti­ger Stahl und his­to­ri­sche För­der­bän­der bil­den dort die Ku­lis­se. Oder man geht in die Klu­terthöh­le bei En­ne­pe­tal. Wen es zur Hoch­zeit in ei­nen al­ten Stol­len zieht, der ist im In­dus­trie­mu­se­um Ze­che Nach­ti­gall in Wit­ten gut auf­ge­ho­ben: 60 m geht es in den Berg hin­ein – mit Schutz­helm und Berg­manns­kit­tel.

3. Im Zep­pe­lin
In Fried­richs­ha­fen am Bo­den­see kann man beim Hei­ra­ten den Bo­den un­ter den Fü­ßen ver­lie­ren. Die Stadt bie­tet Trau­un­gen im Zep­pe­lin an. Die Trau­ung selbst er­folgt zwar in der Gon­del, al­ler­dings wäh­rend das Luft­schiff noch am Bo­den ist. Da­mit die Trau­ung rechts­kräf­tig wird, muss näm­lich klar sein, in wel­chem Stan­des­amts­be­zirk sie voll­zo­gen wur­de.

4. Un­ter Ele­fan­ten (Köln)
Im Köl­ner Zoo kön­nen sich Paa­re im Bei­sein von Ele­fan­ten das Ja-Wort ge­ben. Mög­lich ist das auf der Be­su­cherem­po­re des Ele­fan­ten­parks wel­che gleich­zei­tig als Au­ßen­stel­le des Stan­des­amts fun­giert.

5. Auf kleins­tem Raum (Tri­berg)
Eng zu­sam­men­rü­cken muss man in Tri­berg im Schwarz­wald: Nur 1,5 qm misst ei­nes der kleins­ten Trau­zim­mer Deutsch­lands in ei­nem vor mehr als 400 Jah­ren er­bau­ten Ho­tel.

6. Über den Gip­feln (Zug­spit­ze)
Berg­stie­fel statt Pumps: 1x im Mo­nat fährt ein Stan­des­be­am­ter aus Gar­misch-Par­ten­kir­chen hin­auf auf die Zug­spit­ze (2.962 m). Etwa 60 Paa­re hei­ra­ten jähr­lich auf Deutsch­lands höchs­tem Gip­fel. Auch auf der Spit­ze des Feld­bergs auf rund 1.500 m kann ge­hei­ra­tet wer­den. Mit dem Auto er­reicht man den Ort al­ler­dings nicht – da­für gibt es je­doch eine be­son­de­re Hoch­zeits­gon­del, wel­che das Braut­paar auf den Gip­fel bringt.

7. Auf dem Leucht­turm (Pil­s­um)
Wet­ter­ka­prio­len und har­te Holz­bän­ke – die Hoch­zeit auf dem Pil­su­mer Leucht­turm in Ost­fries­land ist eher et­was für den rus­ti­ka­len Ge­schmack. Da­für wer­den das Hoch­zeits­paar und die Gäs­te aber mit ei­ner atem­be­rau­ben­den Aus­sicht be­lohnt: Wenn die Sicht gut sei, kön­ne das frisch ge­trau­te Paar bis Bor­kum, Ju­ist und Nor­der­ney schau­en, sagt der Stan­des­be­am­te Ralf Kalk­warf.

8. Im Sta­di­on
Im fuß­ball­ver­rück­ten Wes­ten der Re­pu­blik zäh­len auch Fuß­ball-Sta­di­en zu be­lieb­ten Hei­rats­or­ten. Kö­nigs­blaue Fuß­ball­fans kön­nen sich etwa in der sta­di­onei­ge­nen Ka­pel­le auf Schal­ke trau­en las­sen. Und auch die schwarz-gel­ben Kon­tra­hen­ten wol­len da mit­hal­ten: Fans von Bo­rus­sia Dort­mund kön­nen sich im Si­gnal-Idu­na-Park das Ja-Wort ge­ben – Sekt­emp­fang am Ra­sen­rand oder Nut­zung der Süd­tri­bü­ne sind eben­falls mög­lich.

9. Im Ei­sen­bahn­wag­gon (Kan­dern)
Ei­sen­bahn­fans kom­men in Kan­dern im Mark­gräf­ler­land auf ihre Kos­ten. Die Kan­der­tal­bahn bie­tet Trau­un­gen in ei­nem his­to­ri­schen Post­wa­gen an. Die­ser wird vor das alte Bahn­hofs­ge­bäu­de ge­scho­ben. Al­ler­dings geht es dort recht eng zu. Mit sei­nen 9 qm bie­tet das Trau­zim­mer Platz für den Stan­des­be­am­ten, das Braut­paar und die Trau­zeu­gen. Fei­ern kann man aber da­nach im gan­zen Zug und sich von der Dampf­lok von 1904 bis Hal­tin­gen fah­ren las­sen.

Besondere Trauungen 2017 in Freiburg

Bei den Ehe­schlie­ßun­gen gab es im ver­gan­ge­nen Jahr ei­ni­ge Ku­rio­si­tä­ten. So war bei ei­ner Hoch­zeit der Trau­zeu­ge der Braut auch gleich­zei­tig ihr Ex-Mann.

Bei ei­ner wei­te­ren Ehe­schlie­ßung er­schie­nen Braut­paar und Trau­zeu­gen bar­fuß. Auf Rück­fra­gen, war­um man sich bei der Hoch­zeit ge­gen Schu­he ent­schie­den hät­te, er­klär­te die Trau­ge­sell­schaft, dass die Braut kei­ne pas­sen­den Schu­he zu ih­rem Kleid ge­fun­den hät­te und man kur­zer­hand so­li­da­risch auch bar­fuß ge­hen woll­te.

Zu ei­nem ganz be­son­de­ren Zeit­punkt hei­ra­ten woll­ten zwei Frei­bur­ge­rin­nen, eine von ih­nen ur­sprüng­lich aus Köln. Sie ent­schie­den sich für eine Trau­ung am 11.11. um 11 Uhr und er­schie­nen auch bei­de ver­klei­det. Die eine in blau­er Lo­cken­per­rü­cke, die an­de­re in ei­nem Ganz­kör­per-Bä­ren­kos­tüm. Das Aus­tau­schen der Ja-Wor­te soll­te dann aber ohne Mas­ke statt­fin­den.

Ins­ge­samt drei Trau­un­gen fan­den im ver­gan­ge­nen Jahr we­gen le­bens­be­droh­li­cher Er­kran­kung in der Kli­nik oder zu Hau­se statt, eine im Ge­fäng­nis.

Quel­le: baden.fm

Eheschließungen in Freiburg 2017

Bei den Ehe­schlie­ßun­gen geht der Trend in Frei­burg wei­ter nach oben. Mit fast 1.200 Hoch­zei­ten hat es 2017 so vie­le Ja-Wor­te ge­ge­ben, wie seit zehn Jah­ren nicht mehr.

Da­bei sind auch erst­mals 28 gleich­ge­schlecht­li­che Ehen mit in die Sta­tis­tik ein­ge­flos­sen — den Re­kord hät­te Frei­burg da­bei aber auch schon ohne sie ge­knackt. Über­ra­schen­der­wei­se war der De­zem­ber 2017 als Trau­ter­min noch be­lieb­ter als die tra­di­tio­nel­len in den Som­mer­mo­na­ten.

Quel­le: baden.fm